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"Samendenkmal”

Subkulinaria / KölnComeback IV “Samendenkmal” ist eine Performance im Rahmen der Ausstellung Subkulinaria im August 2008 in der Deutzer Brücke, Köln. Ziel der Performance ist die Herstellung von vier mit unterschiedlichen gemischten Samen aller Kontinente gefüllten Glasbehältern. Diese sollen an vier verschiedenen Punkten der Erde in möglichst großer Höhe plaziert werden. Einer dieser vier Orte soll der Berg “Cancana” im Valle del Elqui im Norden Chiles sein.Ihren Anfang nahm „Comeback IV“ mit Performances während Subkulinaria. Dieser Ort stellt die erste Station der Aktion dar, in der Zuschauer als potentielle Helfer mobilisiert und das Samendenkmal symbolisch auf die Reise geschickt werden sollte. Dazu wurde im unwirtlichen betonierten Innenraum der Deutzer Brücke eine Mixed-Media-Installation geschaffen. Diese war zu Beginn der Ausstellung noch unfertig, quasi in Rohform. Basis bildete ein künstliches Biotop in Form eines Segments von 70 m² Rollrasen auf einer auf eine Wand zulaufende Steigung. Im Laufe der Ausstellung und mehrerer Performances wurde diese Installation im Zusammenspiel mit dem Publikum nach der Methode „work in progress“ vollendet. Ergebnis ist eine interaktive Klang-, Licht- und Objektinstallation. Zentrales Ziel der Performance war auch das Entstehen eines „Abschiedsfotos“, mit dem das Publikum zusammen mit dem Künstler das Samendenkmal auf die Reise schickt. Außerdem konnten erste Kontakte für weitere Stationen des Denkmals geknüpft und Unterstützer gefunden werden.So trifft der Rezeptor mit dem zeitlichen Raum zusammen und interagiert, indem er dazu beiträgt, dass das Kunstwerk vollendet wird. Dies führt zum Entstehen einer Sozialplastik unter Moderation des Künstlers. Die Samendenkmäler als “genetische Register” fungieren dabei als Zeugnisse eines kollektiven Gedächtnisses. Sie sind allerdings nicht für Ausstellung oder den Verkauf vorgesehen, sondern erfüllen ihren Zweck als freie Kunstwerke.Nächste Station der Aktion „Comeback IV“ soll der Transport des Samendenkmals in die Anden in Chile sein. Dieser Transport von Köln aus wird auf verschiedenste Weise dokumentiert, sowohl fotographisch als auch schriftlich, indem der Künstler z.B. Gespräche  und Begegnungen während der Reise aufzeichnet.