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BARRICK GOLD

Münster, 2000

Im Norden Chiles plant die kanadische Firma Barrick Gold eine Goldmine. Diese soll inmitten der Anden liegen, ein Gletscher müsste dafür „umgelegt“ werden. Dem Transport des Gletschers von  einem Tal ins andere sollen immerhin nur 30% des Eises zum Opfer fallen. Die chilenische  Regierung ist mit diesem Projekt einverstanden. Die Performance fand in Zusammenarbeit mit  führenden Umweltschutzorganisationen statt soll mithilfe einer bildlichen und sehr suggestiven  Darstellung zum Nachdenken anregen.

Der Künstler kommt im schwarzen Mantel, einen schwarzen Reisekoffer hinter sich her ziehend,  auf die Bühne. Ein Kran hebt drei große Packungen Blumenerde auf die Bühne. Der Künstler  nimmt diese, streicht das Wort „Blumen“ weg, zurück bleibt „Erde“. Er zieht sich einen schwarzen  Schlumpf mit der Abbildung eines Dollar-Geldscheins und der Aufschrift „TERROR“ über und zeigt  die „Erde“ herum. Er holt ein riesiges Messer heraus, besprüht es mit Goldspray und schlitzt damit  die Packung Blumenerde auf. Dann streut er die Erde in der Form einer Bergkette. Mit Mehl  bestäubt er die Berge und nennt dabei die Namen einiger Gletscher der Anden. Schließlich holt  der Performer noch einige Eier hervor, besprüht auch diese mit Goldspray und verteilt sie an das
Publikum. Er zieht sich einen eleganten Hugo Boss Anzug an, nimmt eine Peitsche in die Hand  und schlägt damit auf die Bergkette aus Erde ein. Daraufhin legt er eine chilenische Flagge auf  den Boden und schreibt darauf NO BARRICK GOLD.

Zum Schluss  rekonstruiert er die Bergkette  wieder und geht, auf diese Weise eine Installation hinterlassend.